Geschichte

Die Wurzeln der Bautzener Hotelerie und Gastronomie an diesem zentralen Standort, vis-a-vis zur historischen Altstadt, liegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Bautzen zu einer belebten Garnisonsstadt heranwuchs.
Der Neubau zahlreicher Kasernen, des Bautzener Bahnhofs, des Stadtmuseums und öffentlicher Plätze waren Ausdruck dieser Veränderungen. Rasant wuchs die Bevölkerung und mit ihr der Bedarf an Einrichtungen zur Unterhaltung und Beherbergung der Bautzener und Ihrer Gäste.

Wenige Schritte vom heutigen Best Western Plus Hotel entfernt eröffnete das Hotel Zur Krone an der oberen Steinstraße, um fortan mit dem rückwartigen Ballsaal die erste Wahl für kulturelle Veranstaltungen in Bautzen zu sein.

BEST WESTERN PLUS Hotel Bautzen historisch

BEST WESTERN PLUS Hotel Bautzen historisch

Unser Hotelgrundstück war in diesen Tagen mit einem Kaufhaus, Wohnungen und diversen Geschäften bebaut und belebt. Doch während das Hotel Zur Krone und der Saalbau die Weltkriege überstanden, wurde das Eckgebäude Wendische Straße und Steinstraße von Bomben zerstört.

Nach dem zweiten Weltkrieg konnte das Hotel Zur Krone unter dem Namen Hotel Stadt Bautzen weitergeführt werden und blieb bis zur Wiedervereinigung in Betrieb. Der historische Krone-Saal behielt seine ursprüngliche Form nahezu unverändert bis 1967. Nach seinem Abriss trat anlässlich der 9. Arbeiterfestspiele der DDR ein großzügiger Nachfolgebau im Baustil der Zeit an seine Stelle. Mit der Dresdener Philharmonie unter Kurt Masur wurde der neue Saal festlich eingeweiht und erlebte noch im selben Jahr auch seine erste Theaterpremiere.

Wie an vielen Orten, so hielt in Bautzen in den 1970er Jahren die architektonische Moderne des sozialistischen Aufbaus ihren massiven Einzug. Das zentrale Wohnhochhaus gegenüber dem Stadtmuseum, die Gesundbrunnenbebauung und die neue Schützenplatzhalle entstanden. Und auch der Wendische Graben erlebte 1972 seine architektonische Neugestaltung. Während im Norden der Stadt der Bau der Talsperre vorbereitet wurde, wuchs auf dem kriegszerstörten Eckgrundstück
ein weiterer moderner Gebäudekomplex heran. Zunächst als Wohnheim für die vielen zu beherbergenden Talsperrenarbeiter genutzt, empfing das Haus als Hotel und Restaurant Lubin die Gäste der Region und prägte die moderne Seite der tausendjährigen Stadt Bautzen wesentlich mit.

BEST WESTERN PLUS Hotel Bautzen historisch

BEST WESTERN PLUS Hotel Bautzen historisch

Mit seiner zeitgenössisch strengen und klaren Architektur stets im Kontrast und Dialog mit der gegenüber liegenden historischen Altstadt, gab dieses Haus den Menschen, dem kulturellen und politischen Geschehen und unzähligen Begegnungen im sozialistischen wie auch im wiedervereinigten Deutschland eine Herberge.

Für nahezu zwei Jahrzehnte als Volkseigener Einzelhandelsbetrieb HO geführt, war es seinen Gästen und Besuchern doch stets mehr: Mit dem Restaurant Lubin und dem Intershop, dem Hotel Stadt Bautzen mitsamt Tanzbar an der Steinstraße, der rückwärtig angrenzenden Stadthalle Krone und dem bekannten Jablonecer Keller im Untergeschoss hat es in der Lebensgeschichte vieler Menschen einen festen Platz eingenommen.

Mit der Wende galt es, das Volkseigentum in private Hände zu überführen. In einer europaweiten Ausschreibung wurde 1991 die Berliner Onnaschgruppe als Investor mit dem richtigen Konzept für das großzügige Areal dieser Hotel und Saalbauten gefunden.

Während das ehemalige Hotel Stadt Bautzen auf der Steinsstraße geschlossen werden musste, konnten Hotel und Restaurant am Wendischen Graben nach einer intensiven Renovierung ihren Betrieb als das neue Hotel Stadt Bautzen wieder aufnehmen.

Und auch in den großen Kronesaal kehrte 1995 schließlich wieder neues Leben zurück. Im Dezember des Jahres wurde er mit erneuertem Innenausbau als Veranstaltungssaal, Großdiskothek und Tanzbar wiedereröffnet.

In den Jahren 1996 und 1997 war es dann endlich soweit, durch umfangreiche Investitionen, Abriss- und Umbauarbeiten wurde das überaltete Hotelgebäude zu einem geräumigen und zeitgemäßen Hotelkomplex mit internationalem Standard umgebaut.

Mit 157 komfortablen Zimmern und Suiten, mit Konferenz- und Tagungsräumen, mit Bar und Restaurant Lubin, mit Büroräumen und Ladenlokalen hat es seit dem Opening im Januar 1998 als modernes Hotel seinen Platz in der Bautzener Mitte wieder eingenommen.

Bildquellen: Stadtarchiv Bautzen & Grafikdesign Ratajczak